SHS: Smart Home

Die Zielstellung von SHS ist die Realisierung eines Systems zur Verwirklichung von vernetzten intelligenten Wohnungen / Häusern. Die Bandbreite von SHS umfasst dabei alle Bereiche der Gebäudeautomation. So sollen nicht nur die Systemstruktur sondern auch entsprechende Anwendungen zur Umsetzung dieses Ziels entworfen, entwickelt und integriert werden. SHS ist dabei in drei Teilprojekte unterteilt:

  • SHS: Facility
  • SHS: Services
  • SHS: Home

Durch das SHS Projekt soll das intelligente Haus der Zukunft entworfen und verwirklicht werden. Dabei sollen sowohl der Vermieter als auch der Mieter von diesem neuen System profitieren, um die Akzeptanzbereitschaft auf beiden Seiten zu gewährleisten und die Vermarktungschancen zu erhöhen. 

Das Teilprojekt SHS: Facility konzentriert sich dabei überwiegend auf die umzusetzenden Aufgaben, um das System aus der Sicht des Vermieters attraktiv zu gestalten, wobei hierzu etwa die zentrale Erfassung der Heizungskosten zählen. 

SHS: Services versucht aufgrund der gewonnen Informationen, welche durch die installierte Infrastruktur und durch Sensoren wie Bewegungsmelder, Rauchmelder und Temperaturfühler in den einzelnen Wohnungen erfasst werden können, Dienstleistungen für den Mieter zu realisieren. Dies könnte etwa eine konfigurierbare Heizungsregelung sein, welche je nach An- oder Abwesenheit des Mieters eine andere Raumtemperatur gewährleistet. Möglich wäre ebenso die Überwachung des Stromverbrauchs oder die gezielte Abschaltung der Stromzufuhr von elektrischen Geräten im Stand-by-Modus während der Nacht, um den Stromverbrauch und die damit verbundenen Kosten zu reduzieren. 

Im Teilprojekt SHS Home, wird die nötige Infrastruktur zur Verfügung, um die einzelnen Geräte und Sensoren, welche unterschiedliche Kommunikations-Technologien verwenden, miteinander zu koppeln und so eine kooperative Zusammenarbeit der unterschiedlichen Technologien untereinander zu gewährleisten. In diesem Projekt wirkt AMBER wireless als Technologiepartner für die drahtlose Datenübertragung mit. Um eine volständige Verbnetzung zu ereichen, wird in jeder Mietwohnung bzw. Etage ein sogenannter Access Point installiert, welcher als zentrales Gateway für alle Geräte innerhalb der Wohnung(en) dient und so den Datenaustausch der vielseitigen Einheiten innerhalb des kompletten SHS-Systems gewährleisten soll.

Manet - Disaster Management

Disaster Management using Autonomous Sensor Networks.
Beherrschbarkeit von Katastrophenereignissen durch autonome vernetzte Sensoren. 

 
Forschungsprojekt des:

Vor dem Hintergrund zunehmender Wetterextreme und nach wie vor nicht verhinderbarer technischer Unglücke (Großbrände, Zugunfälle u.ä.) sind Katastrophenszenarien wie z.B. Massenanfälle von Verletzten (MANV) in den Fokus des gesellschaftlichen Interesses gerückt. Die Beherrschung solcher Großereignisse stellt, auch auf Grund Ihrer Seltenheit, eine enorme Herausforderung für Rettungswesen und Katastrophenschutz dar. Bis heute bestehen aber keine oder nur sehr einfache technische Hilfsmittel (z.B. Sprechfunk) zur logistischen Unterstützung solcher Vorfälle.

Hier versprechen Autonome Sensornetze ein erhebliches Verbesserungspotential und bieten sich gegenüber alternativen Technologien geradezu an:

  • In Katastrophenfällen fallen vielfältige Informationen verteilt im Feld an (z.B. bei Triage ,, Patientenablage, Transport etc.), die zurzeit weder automatisch erfasst noch an zentraler Stelle aufbereitet, genutzt und dokumentiert werden können. Ebenso fehlen Daten, die eine spätere Nachbetrachtung, Analyse und Qualitätssicherung ermöglichen.
  • In Katstrophenfällen ist meist keine technische Infrastruktur (wie z.B. Mobilfunkkommunikation oder GPS-Ortung) verfügbar. Konventionelle Technologien (BOS-Sprechfunk, Notruf etc.) brechen aufgrund der Überlastung oft zusammen und sind daher nicht zuverlässig. Die Installation eigener Infrastruktur für die Einsatzkräfte ist aufwändig und kostet wertvolle Zeit.
  • Autonome Sensornetze hingegen können gut skaliert (bis zu tausenden von Knoten), mit autonomer Versorgung realisiert (Zuverlässigkeit, Handling), und durch Selbst-Konfigurationsmechanismen ohne großen Aufwand in unbekannten Umgebungen genutzt werden.

Ziel des Projektes MANET ist es daher, anwendungsspezifische Sensornetzwerk-Technologien zu entwickeln und in Feldtests zu erproben, um die Beherrschbarkeit von Massenanfällen von Verletzten zu verbessern, den Einsatzablauf zu optimieren und somit die Überlebenschancen der Opfer und Hilfskräfte erheblich zu verbessern. Dabei werden sowohl technisch-wissenschaftliche Fragestellungen (wie z.B. Skalierbarkeit und Robustheit, Lokalisierung in Sensornetzwerken, Sensorminiaturisierung) als auch anwendungsbezogene Fragestellungen (Instrumentierung, Energieversorgung, Bedienbarkeit, Prozesseinbindung, Lebenszyklusbetrachtungen) behandelt

Konsortium:

FZI Forschungszentrum Informatik, Karlsruhe
Kontron Embedded Computer GmbH, Eching/München
Fachhochschule Köln
VOMATEC International GmbH, Bad Kreuznach
AMBER wireless GmbH, Trier